
Erscheinungsjahr:
Spielzeit: 60 min
Bestellnummer: cd011301
Preis: 18.99 €
20 de julio tributo al conde para siempre mi raza primer paso salsa con gale new york se levanta nadie me ama como tu te voy a enseñar no quiero na' perdoname luna
Diego Galé, ein generell sehr beschäftigter Mann präsentiert uns sein neues Werk „20 de Julio“. Sein Stil, sein Sound seine Fusion aus Salsa und Cumbia, eigentlich schon ein Markenzeichen mit Wiedererkennungswert. Auch Grupo Galé wagte sich an Erfolge früherer Salsagiganten und fasste dies in einer „Homenaje al Conde“ mit drei bekannten Hits des verstorbenen Pete „El Conde“ Rodriguez. Da darf dann „Catalina la O“ nicht fehlen! Bei Salsa con Galé“ glaubt man bei den ersten Taktschlägen an eine neue Version von „Ven a Medellin“, jedoch an solche Erfolge oder auch wie z.B. das Album „Internacional“ kommt dieses Album nicht heran. Wie auch bei Sonora Carruseles muss ich leider feststellen dass dieses Jahr aus Colombia bisher keine musikalischen Innovationen aufgefallen sind, sondern nur altbekanntes neu verpackt. Aber die Tänzer bzw. Tänzerinnen wird dies nicht besonders interessieren, denn wenn auch etwas glatt bzw. wenig Variationen, von ein paar Ausnahmen abgesehen, gut tanzbare Salsa kommt aus Colombia! Anspieltipps: 20 de Julio; Tributo al Conde; Mi raza und Salsa con Galè. (Mit freundlicher Genehmigung von DJ Valerian; www.salsa-stuttgart.com)
Diego Galé - musikalischer Kopf der Grupo Galé - ist wohl zur Zeit der am meisten beschäftigste Musiker Kolumbiens. Überall hat er seine Finger drin: Ob nun Quinto Mayor, Sonora Carruseles oder Son Charanga - er ist immer mit dabei als musikalischer Direktor, Produzent, Komponist und natürlich auch als Musiker ( Conga ). Selbst bei der Niche-Produktion 'Homenaje a Grupo Niche' war er federführend beteiligt. Nicht von ungefähr: Seine musikalische Laufbahn begann er zunächst in der Band seines Vaters Jaime Galé und dann ab 1985 bei Niche. Hier war er u.a. an der Erfolgsplatte 'Nuestro sueno' massgeblich beteiligt, bevor er 1989 seine eigene Grupo Galé gründete. Interessant dabei ist, dass er es trotz dieser Vielbeschäftigung schafft, jedem Projekt einen eigenen Sound, eine eigene unverwechselbare 'Masche' zu verpassen. Einzige Ausnahme: Ausgerechnet das Lied Salsa con Galé auf der neuen CD klingt so wie 'Sonora Carruseles'. Dieses Lied könnte auch 'Salsa con Sonora Carruseles' heissen und wir würden es ihm abnehmen. Einige Tunes - besonders auffällig bei der Trompete - klingen so, als ob er die aus der Ton-Spur zu den Aufnahmen von der neuen Sonora-CD mitrübergenommen hat. Trotzdem zählt dieses Lied zu den Höhepunkten der CD - ein bisschen bei sich selbst 'klauen' darf man schon. Der Titelsong 20 de Julio (kolumbianischer Nationalfeiertag) - eine Homenaje an sein Heimatland - bestätigt seine Aussage in einem Interview mit OurSalsaThing.com, dass er sich mit dem Projekt Grupo Galé stark in der Tradition kolumbianischer Salsa verwurzelt sieht. Quinto Mayor und Sonora Carruseles hingegen sind eher an den Boogaloo und die New Yorker Fania-Zeiten ausgerichtet. Nicht nur der Text - auch ein sehr schöner Cumbia-Teil in diesem Lied verweisen deutlich auf sein Heimatland. Der 2. Titel 'Tribut al Conde' ist ebenfalls eine Homenaje. Hier wird der im Dezember 2000 verstorbenen Sonero Pete 'El Conde' Rodriguez gewürdigt. Für mich eines der stärksten Lieder dieser CD. Schade nur, dass hier überflüssiger Applaus eines nicht vorhandenen Live-Publikums eingeblendet wird. Ich finde, das wäre doch nicht nötig gewesen, das Lied an sich ist schon stark genug um das Publikum mitzureissen ( besonders die Stelle , an der die Clave geklatscht wird. ). Da bedarf es nicht solcher Tricks. Wir sind doch hier nicht bei einer billiger Sitcom, wo auch immer Gelächter und Applaus eingeblendet wird, um dürftige Stellen zu übertünchen. Hier gibt es keine dürftigen Stellen, hier muss nichts übertüncht werden. Der Tribut besteht aus den 3 'Conde' - Hits 'Meneame la cuna', 'Catalina la O' und 'Sonero'. Wirklich gut gemacht - bis auf diesen lästigen Applaus. Gut gemacht ist auch der Sound der CD - professionell abgemischt, glasklar! Auffallend ist, das das Tempo der Stücke auf dieser CD eher verhaltend ist. Das ist aber keine abwertende Bewertung, denn Diego Galé schafft es, die Stücke kraftvoll und rhythmisch zu gestalten. Ideal für Tänzer! Das ist für mich hohe Kunst! Neben einigen romantischen Themen wie 'Para siempre', 'Nadie me ama como tu', 'Perdoname' oder 'Luna' findet sich auch ein sehr interessantes Stück auf dieser CD: Mit 'New York se llevanta' ( New York erhebt sich ) gibt es den ersten Versuch, mit einem Salsa-Stück die Ereignisse des 11. September zu verarbeiten. Dieser schwierige Balanceakt ist für mich sowohl textlich als auch musikalisch gelungen! Fazit: Sehr schöne Salsa-CD - Diego Galé bestätigt einmal mehr seine führende Position in der kolumbianischen Salsa-Szene. (Mit freundlicher Genehmigung von Michael Peters; www.salsa.de)
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