
Erscheinungsjahr: 1999
Spielzeit: 55 min
Bestellnummer: sn083016
Preis: 19.99 €
Gilberto Santa Rosa macht Salsa vom Feinsten. "Déjate Querer" zum Beispiel wird bald nicht mehr aus den Clubs wegzudenken sein. Schön sind auch die ruhigeren Stücke. Über "La Fulana" wird man sich wundern. Es sei Santa Rosa verziehen. In jedem Fall ist Expresión ein Salsa-Highlight des Jahres und ein Muß für alle Salsa-Begeisterten dejate querer que alguien me diga si los hombres han llegado a la mis ojos llorar ni te llamo ni te bucso no la he vuelto a ver fulana a la distancia de un te quiero almas gemelas si no me ven llorando pa' quererse no hay que verse fulana (remix) que alguien me diga (balada)
Gilberto Santa Rosa's neue CD ist diesmal - nach der für mich verunglückten Life-CD mit klassischem Orchester ( Hier klicken für die Besprechung )- wieder eine echte Studio CD mit neuen Songs. Und was für eine! Seine Studio-Aufnahmen werden immer besser. Eröffnet wird die CD mit 'Dejate querer' - ein Lied, welches ich zuerst von Willy Chirino auf der CD 'Asere' (die mit 'La Jinetera' ) hörte. Der grosse Unterschied: Gilberto Santa Rosa macht daraus eine ( sehr schnelle ) Salsa. Dieses Lied ist denn auch der Chart- Breaker - überall auf Platz 1 oder zunmindestens auf dem Weg nach oben. Salseras /-os, die schnelle Salsa mögen, werden dieses Lied bestimmt zu ihren Favoriten zählen. Und stark geht es weiter: Der zweite Titel 'Que alguien me diga' fängt zwar mit einem Intro an, welches schlimmsten Schmalz befürchten lässt. Das Gegenteil ist der Fall - es entwickelt sich zu einer sehr kraftvollen Salsa. Besonders schön: das Piano, welches den Rhytmus 'treibt'. Höhepunkt des Liedes: Wenn das Orchester förmlich 'explodiert'. Das muss man schon selbst hören. Auch Titel 3 'Si los hombres han llegado hasta la luna' ist für die Tanzböden hervorragend geeignet, aber lange nicht so gut, wie die ersten beiden. Dann folgt eine eher uninteressante Ballade bevor mit Titel 5 'Ni te llamo ni te busco' wieder richtig 'Gas' gegeben wird. Für mich auch eines der stärksten Stücke dieser CD. Titel 6 ist wieder verschenkter Platz auf der CD - und bei Titel 7 wird es experimentell. Ich würde 'Fulana' als Salsa-Rock einstufen - nur ganz mutige DJ's werden dies in der Salsateca zu Gehör bringen. Was Sony dazu bewogen hat, diesen Titel als Draufgabe im Hip-Hop-Merengue Stil zu remixen ( Titel 12 ) , ist mir unklar. Gilberto als Merengue-Hip-Hopper? Passt für mich nicht: Dafür ist er zu musikalisch, seine Stimme zu gut und Schlabberhosen mit überhohen Turnschuhen auch nicht das richtige Outfit. Akzeptanz bringt ihm das weder bei seinen alten Fans noch bei den ganz jungen, die Proyecto Uno oder Sandy&Papo bevorzugen. Titel 8 ist wieder eine Ballade, Titel 9-11 sind sehr schöne typische Gilberto-Lieder - melodisch und gut zu tanzen, wobei mein Favorit unter diesen 3en 'Almas gemelas' ist. Ein kurzer Wort zum Sound: Hier muss man der Firma Sony gratulieren - sie schaffen es dort in der letzten Zeit immer wieder, den Künstlern ihren eigenen musikalischen Stil zu lassen, während andere 'Grosse' wie RMM oder MP nicht nur in meinen Augen fast nur noch 'Einheitsbrei' produzieren. Fazit: Trotz des Ärgernisses 'Fulana' hat der Ausnahmekünstler Gilberto Santo Rosa wieder eine überzeugende CD produziert - ein unbedingter Kauf! (Mit freundlicher Genehmigung von Michael Peters; www.salsa.de)
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